Karate-Do

Shotokan Karate-Do

Der Begriff Karate bedeutet aus dem Japanischen übersetzt Leere Hand - eine weitere Bedeutung der Schriftzeichen ist auch Chinesische Hand. Die Kampftechniken, die in ihrer Weiterentwicklung zum heutigen modernen Karate führten, wurden ursprünglich auf den
Ryūkyū-Inseln (südlichste Inselgruppe Japans), genauer ihrer Hauptinsel Okinawa entwickelt. Unter dem jahrhundertelangen Einfluß chinesischer Kampfkunstexperten und deren Quanfa Techniken sowie den einheimischen Te Techniken wurde das Kampfsystem unter den Begriff Okinawa-Te (Tōde) zusammengefasst. Die Städte Naha, Shuri und Tomari waren dabei die Zentren der Weiterentwicklung unterschiedlicher Stile (Ryū).

Das Wissen wurde als geheime Kunst vom Meister an einen oder wenige Schüler weitergegeben. Dies geschah nicht zuletzt wegen der Besetzung der Inseln durch die japanischen
Shimazu Samurai aus Satsuma, welche die Inselkette seit 1609 beherrschten und der einheimischen Bevölkerung das Tragen und die Nutzung von Waffen verboten.
Erst nach dem Ende der Herrschaft der
Kriegerkaste Japans in der sogenannten Meiji-Restauration im auslaufenden 19.Jahrhundert wurde das Kampfsystem durch verschiedene Karate Meister dann Anfang des letzten Jahrhunderts auf dem japanischen Festland vorgestellt. Hier wurde dem Karate verstärkt in Anlehnung an weitere japanische Kampfsysteme (Kendo, Judo, Aikido, etc.) der Begriff des Do zuteil. Do bedeutet Der Weg. Es bezeichnet genauer gesagt einen Lebensweg, die innere Einstellung sich einer Aufgabe zu verschreiben.

Einer der Meister, der die Kampfkunst als erster auf das japanische Festland brachte, war
Gichin Funakoshi . Er war in vieler Hinsicht ein beeindruckender Karate Meister, der sein Wissen nicht nur einem Lehrer, sondern gleich mehreren großen Kampfkunstexperten verdankte.
Neben seinen Hauptlehrern
Yasutsune Azato und Yasutsune Itsosu (Ankô) gehörte u.a. wohl auch der legendäre Sokon Matsumura zu seinen Lehrmeistern.
Funakoshi nannte seinen Stil des Karate sicher auch in Erinnerung an seine Lehrer - Shotokan (Das Rauschen der Pinien). Er begann in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts sein Karate in Tokyo zu unterrichten und hatte bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs eine große Zahl an Schülern in seinem Dojo (Trainingsraum / -gemeinschaft) versammelt.
Seit dem Ende der dreissiger Jahre nahm dann Funakoshis dritter Sohn
Gigō (Yoshitaka) Funakoshi verstärkten Einfluss auf die Weiterentwicklung des Shotokan Stils. So gehören der heute für das moderne Shotokan Karate so charakteristische tiefe Stand und eine Vielzahl sehr dynamischer Techniken (u.a. Mawashi Geri, Ushiro Geri) zu seinen Stilerweiterungen.

Im Wiederaufbau Japans nach dem Zweiten Weltkrieg wurde einer der Schüler Funakoshis,
Masatoshi Nakayama zum Mitbegründer der Japan Karate Association (JKA). Dieser versuchte in der Folge, ein Sport- und Wettkampfsystem für das Shotokan Karate zu etablieren.
Seit Anfang der 60er Jahre hat die JKA viele Karate Meister in die ganze Welt entsandt und dem Shotokan Karate so zu weltweiter Verbreitung verholfen. Heute trainieren alleine in Deutschland mehr als 100.000 Menschen Shotokan Karate.



Taido Emblem

Unser Verein trägt den Namen Taido. Dies bedeutet im Japanischen soviel wie Benehmen, Haltung. Wir wollen hierdurch bewusst diese wesentlichen Merkmale des Karate als Kampfkunst und -sportart zum Ausdruck bringen.

Wir verstehen uns als ein junger Verein mit einer langen Tradition:
Das
Dojo wurde im März 1983 von Wilfried Rebmann, ehemaliges Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft, gegründet, und zwar als Abteilung eines Viersener Sportvereins. Nach vielen Jahren des erfolgreichen Trainings wurde im Jahr 2004 die Gründung eines selbstständigen unabhängigen Vereins beschlossen.

Seit Juli 2004 existiert deshalb das Karate-Dojo Viersen als eigenständger Verein TAIDO Viersen Karate-Dojo e.V.
Im Jahr 2008 feierten wir unser 25-jähriges Bestehen.